Freitag, 10. April 2020

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Verbände äußern sich gegen staatliche Werbeverbote

Der Fachverband für Sponsoring FASPO, der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) und der Deutsche Brauer-Bund beziehen gemeinsam Stellung zum hochaktuellen Thema 'Staatliche Werbeverbote'. Sie weisen darauf hin, dass die geplanten Restriktionen zu großen Problemen im Sport- und Kulturbereich führen würden. Im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung am 11. September in Frankfurt am Main appellierten die Verbände an die Politik, die geplanten Einschränkungen im Bereich Sponsoring zu überdenken. Unternehmen und Verbände, vor allem die Sportvereine, setzten sich mit Nachdruck gegen Alkoholmissbrauch ein und klärten bereits heute Jugendliche mit vielfältigen Maßnahmen über dessen Folgen auf. Sollten diese Verbote Gesetzeskraft erlangen, müssten Sport, Kultur und soziale Einrichtungen auf Sponsoringerlöse in Höhe von ca. 480 Millionen Euro verzichten, so die Verbände. Vor allem kleinen Vereinen und vielen Kulturfesten würde dadurch ein wesentlicher Teil ihrer wirtschaftlichen Grundlagen entzogen.

Jean-Baptiste Felten (Foto), Vizepräsident des FASPO erklärt hierzu in einer Pressemitteilung: "Schutz und Förderung der Jugend sind wichtigste Anliegen, denen auch der FASPO und seine Mitglieder verpflichtet sind. Ihnen soll sich auch die Arbeit des Drogen- und Suchtrates der Bundesregierung widmen. Zum Schutz der Jugend vor Alkoholmissbrauch formulierte der Rat aber Empfehlungen, die gravierende Mängel haben: Weil sie sich auf falsche Annahmen stützen, werden eher die Symptome, als die Ursachen des Missbrauches angesprochen. Sponsoring- und Werbeverbote zerstören bewährte Strukturen: Sie entziehen Sport- und Kulturvereinen Finanzmittel - ohne einen Ausgleich anzubieten - und bewirken so das Gegenteil von Jugendschutz, nämlich die Verringerung von betreuten, jugendgerechten Freizeitangeboten. Nach unseren Berechnungen würden im Kultur- und Public-Sponsoring ca. 100 Mio. Euro wegfallen, im Sport sogar 380 Mio. Euro. Auch im Festivalbereich gehören Brauereien zu den wichtigsten Partnern der Kulturveranstalter. Wenn durch das Werbeverbot 30 Prozent Förderungsgelder entfielen, hätte das katastrophale Auswirkungen.“

Ergänzend weist Wolfgang Burgard, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, auf das verantwortungsbewusste Handeln der deutschen Brauwirtschaft hin, das bereits unter anderem durch Aufklärungskampagnen konkret umgesetzt wird: „Bier ist in Deutschland ein Kulturgut. Die deutschen Brauer erkennen, akzeptieren und praktizieren die besondere Verpflichtung zu einer verantwortungsvollen Vermarktung ihrer Produkte. Einen missbräuchlichen Konsum unserer Produkte lehnen wir entschieden ab. Wir Brauer unterstützen die Akteure auf bundespolitischer Ebene in ihren Bemühungen, den Alkoholmissbrauch insbesondere jugendlicher Verbraucher wirksam zu bekämpfen. Gerade Sponsoring trägt als wesentlicher Faktor zu kulturellen Veranstaltungen und zum Vereinsleben in Deutschland bei. Es ist für die Aufrechterhaltung des Breitensports, gerade im Hinblick auf eine sinnvolle und drogenpräventive Jugendarbeit, unverzichtbar.“


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(al) 15.09.2008



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