Sonntag, 15. September 2019

Titelschutz-Anzeige

Wir informieren Sie

Aktuelle Ausgabe

Google Play schließt Vertrag mit dem GEMA-Joint-Venture ICE

Der weltweit aktive Streaming- und Download-Dienst Google Play hat beim Joint-Venture ICE (International Copyright Enterprise) eine gebietsübergreifende Lizenz für das Gesamt-Repertoire der Musik-Verwerter GEMA, PRS for Music und STIM erworben. Google Play ist damit der erste ICE-Kunde. Der 2015 von den drei Schwester-Gesellschaften gegründete Lizenzierungs- und Verarbeitungsdienst ICE übernimmt künftig die Rechtewahrnehmung gegenüber Google Play im Namen von GEMA, PRS for Music und STIM.

GEMA-Chef Dr. Harald Heker: "Wir freuen uns, dass ICE mit Google Play einen wichtigen Kunden gewinnen konnte. Für unsere Mitglieder ermöglicht ICE erstmals eine direkte Lizenzierung und Abrechnung des GEMA-Repertoires für ganz Europa."

Unter dem ICE-Dach fließen die Dokumentation von Urheber-Rechten, die Lizenzierung digitaler Musik-Anbieter und die Verarbeitung von Nutzungsmeldungen zusammen. Mit diesem integrierten Lizenz- und Verarbeitungs-Service vereinfachen GEMA, PRS for Music und STIM den Umgang mit den stetig wachsenden Daten-Mengen, die durch die große Zahl individueller Musiknutzung über digitale Musikdienste entstehen.

"Wir sind stolz darauf, mit Google Play den ersten Lizenznehmer begrüßen zu können. ICE wird einen großen Beitrag für die Weiterentwicklung des digitalen Musikmarkts leisten, sowohl durch die Vereinfachung des paneuropäischen Lizenzierungsprozesses für digitale Musikdienste, also auch hinsichtlich der Wertschöpfung für Rechteinhaber. Wir freuen uns daher sehr über die Zusammenarbeit mit Google Play", so Robert Ashcroft, CEO von PRS for Music sowie ICE Services Ltd. Victoria Campoamor, Head of International Music Publishing Partner Operations, YouTube and Google Play Music, ergänzt: "Wir begrüßen es sehr, als erster digitaler Musikdienst mit ICE einen Lizenzvertrag geschlossen zu haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Gemeinsam mit ICE streben wir effiziente Verarbeitungs- und Abrechnungsprozesse und damit deutliche Vorteile für Musikurheber und Verleger an."

ICE, International Copyright Enterprise wurde 2015 von den Verwertungs-Gesellschaften GEMA (Deutschland), PRS for Music (Großbritannien) und STIM (Schweden) gegründet und ist das erste Lizenz- und Verarbeitungs-Zentrum für den paneuropäischen Musik-Markt. ICE vereint die Repertoires der drei zuvor genannten Verwertungs-Gesellschaften und bietet Lizenz-Nehmern so die Möglichkeit, eine einzige, gebietsübergreifende Lizenz zu erwerben. Das Angebot des Joint Ventures richtet sich an alle europaweit agierenden digitalen Musikdienste, die Lizenzrechte erwerben möchten, sowie an Verleger und Verwertungs-Gesellschaften, die entweder das gesamte Servicepaket einschließlich der Lizenzierung oder individuelle Back-Office-Services nutzen wollen. ICE gliedert sich in die drei Geschäftsbereiche ICE Licensing, ICE Operations und ICE Services.


zurück

(ps) 26.05.2016



Deutschlands Anwälte und Kanzleien für Medienrecht